05.05.2022 | Aktuelles

Mangelhafter Schutz für Deichschafe vor Wolfsrissen: FDP sieht sich bestätigt

Die FDP sieht sich durch eine aktuelle Entscheidung der Landesregierung in ihrer Forderung bestätigt, speziell für Deichschafe den Schutz vor Wolfsrissen dringend zu verbessern. Nach Presseberichten hat das niedersächsische Umweltministerium diese Woche den Antrag der Deichacht Moormerland für eine Abschussgenehmigung eines Wolfes abgelehnt, der zuvor nachweislich sechs Schafe in Ostfriesland tödlich verletzt hatte. „Eine solche Entscheidung ist frustrierend und das nicht zum ersten Mal. Sie zeigt erneut, daß die geltenden gesetzlichen Regelungen völlig unzureichend sind, um den Deichschutz abzusichern,“ meint Jens Völker. Der FDP Chef im Kreis Leer und Landtagskandidat seiner Partei hatte kürzlich die Deichschäferei an der Ems gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Hillgriet Eilers und seinem Emder Kollegen Erich Bolinius besucht. Dabei hatte Oberdeichrichter Heiko Albers auf die Bedeutung der Schafherden für den Deichschutz hingewiesen. „Wir mußten lernen, daß die üblichen Schutzmaßnahmen am Deich überhaupt nicht funktionieren und auch Schadensersatzzahlungen für einzelne vom Wolf gerissene Tiere völlig am Problem vorbeigehen,“ so Jens Völker. Auf Antrag aus Leer forderte deshalb die FDP letztes Wochenende auf ihrem Bezirksparteitag die Landesregierung auf, für Deichachten pauschale Entnahmeerlaubnisse auszusprechen für den Fall, dass Gefahr durch umherziehende Wölfe droht. Die Bejagung sollte dann im Einzelfall durch befugte und beauftragte Jäger erfolgen. „Wir Freidemokraten fordern einen in der Praxis wirksamen Wolfsschutz an den Deichen, ob an der Küste oder im Binnenland. Traumatisierte Schafherden führen über kurz oder lang zur Aufgabe der Schäfereien und damit zur Gefährdung des Deichschutzes. Das aber darf auf keinen Fall passieren,“ mahnt der FDP Mann Jens Völker aus Bunde abschließend in seiner Pressemitteilung..