10.02.2022 | Aktuelles

FDP stellt im Kreis Leer ihre Kandidaten zur Landtagswahl auf

Vergangenen Sonnabend fand in der Bunder Dörfergemeinschaftsanlage die Wahlkreismitgliederversammlung der Freien Demokraten im Kreis Leer zur Kandidatenaufstellung für die Landtagswahl am 9. Oktober statt. Als Bewerber für die Wahlkreise „83 Leer“ und „84 Leer/Borkum“ wurden Steffen Oesterlen aus Hesel (WK 83) sowie der Kreisvorsitzende Jens Völker aus Bunde (WK 84) in geheimer Wahl einstimmig gewählt.

Der 31-jährige Steffen Oesterlen lebt als gebürtiger Schwabe mit seiner Frau in Hesel. Er arbeitet als gelernter Altenpfleger vertrieblich im Gesundheitsbereich und studiert nebenberuflich Gesundheitsmanagement. Vor diesem beruflichen Hintergrund benannte er die Gesundheits- und Pflegepolitik als seinen persönlichen Politikschwerpunkt. „Die Pandemie hat die Bedeutung dieser Politikbereiche sehr deutlich gemacht, da gibt es viel zu tun,“ betonte er in seiner Bewerbungsrede und forderte bessere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte. „Fachkräftemangel und Mängel bei der Digitalisierung sind in Deutschland allgemein erkennbar, aber im Gesundheitsbereich ist jeder Einzelne direkt davon betroffen, hier braucht es intelligente politische Lösungsansätze,“ so Steffen Oesterlen bei seiner Vorstellung.

Jens Völker, 36 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder ist im landwirtschaftlichen Bereich tätig. Er ist bei den Freien Demokraten seit 2005 Mitglied und auf Bezirks- und Landesebene überregional vernetzt. Bei der Landtagskandidatur kann Völker an die auch für ihn erfolgreiche Kommunalwahl anknüpfen. Der FDP Kreisvorsitzende ist seit letztem Jahr Mitglied im Gemeinderat seiner Heimatgemeinde Bunde und Vorsitzender der FDP Fraktion im Kreistag. In seiner Vorstellungsrede sprach Jens Völker die Kinderbetreuung als ein wichtiges Thema an, bei dem noch viel zu tun sei und die Kommunen auf die Unterstützung des Landes angewiesen seien. Ein weiteres Thema war das Landesraumordnungsprogramm, mit dem der Rahmen für den notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzt werde. „Für mehr regenerative Energie braucht es auch Solaranlagen auf Freiflächen und moderne repowerte Windenergieanlagen. Zugleich muß dabei aber eine weitere Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen vermieden werden,“ forderte Jens Völker. „Solar- und Windenergie schließen landwirtschaftliche Nutzung nicht automatisch aus,“ meint Jens Völker.

Beide Kandidaten werden auch bei der Aufstellung der Landesliste der niedersächsischen FDP zur Wahl des 19. Landtages mit dabei sein. Sie findet am 27. März in Hildesheim statt.Anlage: Foto der Kandidaten nach ihrer Wahl vor dem Versammlungsort DGA Bunde, Steffen Oesterlen (im Bild links) und Jens Völker (im Bild rechts)