13.03.2022 | Aktuelles

FDP fordert regionales Bestandsmanagement für Wolfspopulation

„Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch wir hier an der Ems von den Wolfsrissen erneut betroffen sind. Das damit verbundene Tierleid tut einem im Herzen weh,“ zeigt sich Jens Völker, Chef der Leeraner Freidemokraten, betroffen von den jüngsten Vorfällen am Emsdeich in Terborg und Leer. Dort waren letzte Woche nach Angaben der Moormerländer Deichacht drei teils trächtige Schafe von einem Wolf getötet worden. Dieser hatte als Einzelgänger höchstwahrscheinlich schon zuvor in Wybelsum bei Emden ein Schaf gerissen. Die übrige Herde, darunter viele tragende Muttertiere hätten sich danach fluchtartig in alle Himmelsrichtungen verteilt, so der zuständige Deichrichter. „Die Landesregierung muß dringend eine Wolfsverordnung vorlegen, die uns hier an der Küste tatsächlich hilft,“ fordert der Leeraner Partei- und Fraktionsvorsitzende. „Deichschafe sind den Wolfsangriffen schutzlos ausgeliefert, zugleich werden sie aber für den Deichschutz gebraucht,“ weiß Jens Völker (FDP). Seine Partei fordere seit langem ein regionales Bestandsmanagement, Niedersachsen sei ein Hotspot der Wolfsausbreitung. „Deich- und damit Küstenschutz verträgt sich nicht mit Wolfspopulationen,“ ist der FDP Politiker überzeugt, Die Fraktion im Leeraner Kreistag beantragte vorerst einen Sachstandsbericht für den nächsten Kreisausschuss, der am 1. April stattfindet.