21.07.2022 | Aktuelles

Bahnhofsmission vor Neustart, Leeraner Tafel am Anschlag – FDP informiert sich auf Sommertour

Die Arbeit der Bahnhofsmission und der Tafeln im Kreis Leer standen diese Woche im Fokus der Freien Demokraten. In der Kreisstadt sind dieses freiwillige soziale Einrichtungen der evangelischen Kirche. Wie die Leiterin der Bahnhofsmission in Ostfriesland, Heike Lieke aus Emden, mitteilte, soll der Betrieb in Leer ab nächstem Monat wieder ausgeweitet werden. Infolge des Ruhestands der vormaligen Leiterin sowie der Pandemie mussten die Öffnungszeiten zuletzt immer weiter zurückgefahren werden. „Wir planen im August an drei Tagen pro Woche neu zu starten. Je nachdem, wie viele weitere ehrenamtliche Helfer wir gewinnen können, wird das Angebot noch ausgeweitet,“ erläuterte sie der FDP. Bahn-Servicebeamter Heinz Korte , das freundliche Gesicht vor Ort, schilderte aus seiner langjährigen Erfahrung, wie hilfreich die Bahnhofsmission im Alltagsbetrieb des Bahnhofs ist. Steffen Oesterlen aus Hesel, der für die FDP zur Landtagswahl kandidiert, freut sich über den Neustart. „Der Leeraner Bahnhof ist ein regionales Drehkreuz im Zugverkehr, dessen Frequenz durch das erfolgreiche 9-€-Ticket noch zugenommen hat. Als niedrigschwellige Anlaufstelle erfüllt die Bahnhofsmission hier nicht nur für Reisende eine wichtige Aufgabe,“ meint Oesterlen. In der Leeraner Tafel an der Friesenstrasse bringen sich dagegen schon seit 2008 bis zu 15 Frauen und Männer tagtäglich ehrenamtlich ein, um pro Woche bis zu 400 Kunden mit Lebensmitteln zu bedienen. „Damit ist unsere Kapazitätsgrenze erreicht,“ betonte der Leiter der Einrichtung Andreas Poppen. Zudem drohe eine Mieterhöhung, erläuterte er. Lars Alt aus Helmstedt, Abgeordneter der FDP Fraktion im niedersächsischen Landtag war überrascht zu hören, dass die Arbeit der Tafeln im Kreis Leer von den Kommunen bislang nicht unterstützt werde. „Die Tafeln ergänzen die gesetzlich geregelten Sozialleistungen seitens der Zivilgesellschaft auf freiwilliger Basis und haben aus Sicht der FDP eine gewisse finanzielle Anerkennung verdient,“ betonte er nach dem Gespräch, an dem auch Mitglieder der FDP Stadtrats- und Kreistagsfraktion teilnahmen.